Wenn der Frühling den Sand der Wüste küsst und die Sonne die goldenen Dünen in flüssiges Licht taucht, zeigt sich Turkmenistan von seiner stillen, eindrucksvollen Seite. Im April, wenn die Natur ihre Farben in voller Pracht zeigt, beginnt eine Reise durch Landstriche, die Geschichten von Karawanen, alten Seidenwegen und stillen Oasen erzählen. Hier trifft die unendliche Weite der Karakum-Wüste auf funkelnde Salzseen, Mohnblumen setzen flüchtige rote Akzente in den Sand, uralte Städte flüstern von vergangenen Reichen, Karawanenwege erzählen von Begegnungen zwischen Ost und West, zwischen Nomaden, Händlern und Gelehrten und die Menschen empfangen den Reisenden mit einer Wärme, die selbst die trockenste Steppe durchdringt.
Diese Reise ist eine Einladung, hinter die Kulissen eines wenig bekannten Landes zu blicken – mit Respekt, Neugier und Sinn für das Echte. Wir begegnen Menschen, deren Gastfreundschaft tief verwurzelt ist, hören Geschichten, die nicht in Reiseführern stehen, und bewegen uns durch Landschaften, die gleichermaßen karg wie poetisch sind.
Turkmenistan ist ein verschlossenes und bislang weitgehend unbekanntes Land, das erst seit kurzem wieder ausländische Gäste empfängt. Für uns öffnet es seine Türen zu einer Welt, in der die Zeit fast ohne digitalen Einfluss langsamer fließt, wo die Düfte von Gewürzen und Wüstensand in der Luft verwehen, wo die schönsten perlmuttfarbenen Pferde der Weltbeheimatet sind und wo der Horizont so weit ist, dass die Seele tief durchatmen kann.
Unsere Reise durch Turkmenistan wird genauso ein faszinierendes Abenteuer sein – bunt und lebendig wie eine Karawane, die die Geschichten und die Moderne des Ostens miteinander verwebt. Wir folgen den Mythen und Handelswegen der Seidenstraße, erkunden Oasenstädte, die einst Wohlstand und Reichtum erlangten. Historische Routen wie der Zarafshan- Karakum-Korridor (UNESCO-Seidenstraßen-Route) führten durch Turkmenistan, vorbei an Welterbestätten wie Merw, der größten antiken Stadt der Seidenstraße, einem wichtigen Knotenpunkt für Seide und Gewürze, sowie den Karawansereien der Karakum-Wüste.
Genau hier trafen alle Handelswege der Seidenstraße aufeinander – von Rom bis China, von Indien bis Byzanz – und hinterließen eine faszinierende kulturelle Vielfalt.
Wir begeben uns auf eine Reise von West nach Ost in der sanftesten Jahreszeit und erkunden die abwechslungsreichen Naturlandschaften Turkmenistans, um die Dimensionen und Weite dieses einzigartigen Landes zu erleben.
Dabei entdecken wir die endlose Karakum-Wüste bei einer spannenden Jeep-Tour, verbringen eine Nacht unter dem funkelnden Sternenhimmel in traditionellen Jurten, erleben majestätische Berge, geheimnisvolle unterirdische Seen, beeindruckende Gaskrater in der Wüste sowie die malerischen, menschenleeren Ufer des Kaspischen Meeres.
Wir bewegen uns entlang antiker Wege der Menschheit – Pfade, die heute oft kaum noch sichtbar sind, deren Wirkung jedoch bis in die Genen der Menschen spürbar bleibt. Wir entdecken die lebendige jahrhtausendalter Traditionen, besuchen Märkte, Handwerksstätten und kleine Dörfe und werfen einen behutsamen Blick auf das heutige Leben der Menschen und erleben so ein lebendiges Mosaik aus Vergangenheit und Gegenwart. Als wenige Gäste dieses Landes dürfen wir sogar an den Feierlichkeiten zum ‚Tag des turkmenischen Pferdes‘ – Turkmenistans wichtigstem nationalen Fest – teilnehmen und die bunte Pracht der Trachten sowie die vielfältigen Gesichter aus allen Regionen des Landes bewundern.
Turkmenistan offenbart sich langsam. Es belohnt jene, die bereit sind zuzuhören, Pausen zuzulassen und das Ungewohnte nicht zu bewerten, sondern anzunehmen. Diese Reise ist kein Konsum von Sehenswürdigkeiten, sondern ein bewusstes Unterwegssein – getragen von Achtsamkeit, Tiefe und echter Begegnung.